Unser letztes Wochenende begann schon am Donnerstag nachmittag, dem letzten Tag des Jahres 1929 nach baline- sischem Kalender. Überall am Straßenrand waren die Ogoh-Ogoh zu sehen, aus Bambus und Pappmaschee gebastelte Monster und Dämonen, die nach Einbruch der Dunkelheit unter großem Getöse durch Denpasar getragen wurden um die bösen Geister anzulocken, zu verwirren und schließlich ins Meer zu vertreiben. Ab Mitternacht begann dann Nyepi, der Tag der absoluten Ruhe. Die bösen Geister, die vom Schrecken erholt aus dem Meer zurückkommen, sollen glauben, dass die Menschen Bali verlassen haben und die Insel sich als Aufenthaltsort für Dämonen nicht mehr eignet. Für die Hindus ist ihr Neujahrstag ein Tag der Stille, des Fastens und der Meditation. Da natürlich auch wir am Freitag das Haus nicht verlassen durften (30h Ausgangs- sperre, kein Licht/ Feuer anmachen, ruhig verhalten), hatten wir beschlossen diesen Tag in einem schönen, 70 km entfernten Resort an der Westküste zu verbringen. Am frühen Donnerstag Abend mussten wir feststellen, dass es nicht so einfach war, aus der Stadt heraus zu kommen. Insbesondere auf großen Kreuzungen werden böse Geister vermutet, so dass diese durch Menschenhaufen und Ansammlungen von Ogoh-Ogoh völlig verstopft waren, die Straßen auch ... Nur durch die geschickte, strategische Fahrweise Kristians gelang es uns diesen Höllenfeuern zu entkommen und nach sechs Stunden trotz Regen, Sturm und Dunkelheit pünktlich um 5 Minuten vor Mitternacht den sicheren Hafen unseres Hotels zu erreichen. Dort haben wir uns erstmal richtig erholt :-) Tagsüber wunderte ich mich dann zuerst über die vielen Fischerboote die auf dem Meer rumsegelten, später über die zahlreichen Leute am Strand. Wurde da tatsächlich Fußball gespielt? In Denpasar, erzählten uns später mehrere Leute, gäbe es überall Straßenpatrouillien die dafür sorgen, dass die Verbote eingehalten werden. Naja, viel heiße Luft wie immer hier!____________________________________________________________________
Am Sonntag standen wir schon um 6 Uhr morgens auf um mit unserem Vespaclub einen Tagesausflug zu einem histo- rischen Schwimmbecken in den Bergen zu machen. Es war ein wunderbarer Tag und am Ende hatten wir mal wieder großes Glück, wie ihr hier sehen könnt.
